Anwendungsbereiche

Die Blutegeltherapie ist eine sehr alte Behandlungsform und kann bei verschiedensten Erkrankungen angewendet werden. Besonders große Erfolge zeigt die Blutegeltherapie häufig bei der Behandlung von Krankheitsbildern, die durch mangelde Blutzirkulation oder zu zähflüssiges Blut entstehen können. Zu den Krankheitsbildern, die erfahrungsgemäß besonders erfolgreich zu behandeln sind, zählen

  • Varizen (Krampfadern)
  • Arthritis/Arthrose
  • Daumengrundgeleksentzündung
  • Epicondylitis (Tennis/Golferellbogen)
  • Fersensporn
  • Bluthochdruck
  • Tinnitus

und viele mehr… sprechen Sie uns an.

Durchführung der Therapie

Bei einer Voruntersuchung wird entschieden, ob die Blutegeltherapie für das Krankheitsbild in Frage kommt oder ob Kontraindikationen für die Behandlung vorliegen (Einnahme blutverdünnender Mittel, Gerinnungshemmungsstörungen u.a.). Der Patient sollte 2 Tage vor der Behandlung den zu therapierenden Bereich nicht mit Salben oder stark parfümierten Produkten behandeln, keinen Alkohol trinken und auch nicht rauchen, da die Blutegel sehr geruchsempfindlich sind und sonst möglicherweise nicht  beißen.

Je nach Indikation werden zwei bis zehn Blutegel angesetzt, welche zwischen 30 und 60 Minuten saugen - sie geben dabei entzündungshemmende Stoffe und Blutverdünner ab. Währenddessen dürfen die Egel nicht gestört werden, da ansonsten die Gefahr eines Rückflusses besteht, der zu einer Wundinfektion führen kann. Nach Beendigung ihrer Arbeit fallen die Blutegel ab und müssen vom Therapeuten getötet werden. Die Bißstelle läßt man anschließend einige Minuten ausbluten, und erst wenn der letzte Egel seine Arbeit beendet hat wird nach einer kleinen Wartezeit ein sehr saugfähiger Verband aufgelegt. Die Bißstellen bluten bis zu 24 Stunden nach, in dieser Zeit sollte sich der Patient schonen und insbesondere mechanische Reizungen der Wunden vermeiden. In den nächsten Tagen ist es sinnvoll, die Bißstellen mit Pflaster abzudecken, um ein Aufkratzen zu verhindern. Sollte ein starker Juckreiz entstehen, kann man lindernde Salben oder Quark auf die Bißstellen auftragen. Die kleinen Narben an den Bißstellen verblassen mit der Zeit.